Aquadrat ist eine internationale anthroposophische Gruppe auf sachlichem Felde. Der Name ist vorläufig.

Unser VorhabenDie GründungsfeierMitglied werden

Unser Vorhaben

„Wenn diese Weihnachtstagung nur so genommen wird, wie man so gern frühere Tagungen nahm, dann verduftet sie allmählich… und es wäre besser gewesen, man hätte sich nicht versammelt. Denn das Geistige hat einmal die Eigenschaft, dass es, wenn es nicht festgehalten wird, verschwindet, nicht verschwindet selbstverständlich im Kosmos, aber verschwindet für den Ort, wo es eben nicht weiter gepflegt wird.“, sagte Rudolf Steiner am Ende der Weihnachtstagung zu den Versammelten in Dornach.

Rudolf Steiner am 18.1.1924 (GA 260a)

Auch wir standen am vergangenen Palmsonntag vor der Frage: wie können wir den Impuls der Brandtagung und der Weihnachtstagung „Ursprung Zukunft“ weiter pflegen, sodass er nicht verduftet, sondern ein Licht in die Zukunft wirft?
In neun Jahren, zum Osterfest 2033, wird sich Christi Auferstehung zum 2000. Mal jähren. Rudolf Steiner weist in einem Vortrag darauf hin, dass das Ereignis zu Golgatha in einen 1000-Jahre-Rhythmus eingebettet ist. Bereits 2000 und 1000 Jahre vor Christus erlebte die Menschheit jeweils einschneidende Umbrüche.1
Um das Jahr 1000 nach Christus herrschte in Europa Weltuntergangsstimmung. Viele Menschen schenkten ihr ganzes Hab und Gut der Kirche, um dem Fegefeuer zu entgehen. In unserer Zeit dagegen blickten die Menschen um die Jahrtausendwende zufrieden auf das, was sie bereits erreicht hatten; Kultur und Wissenschaft schienen auf einem Gipfel zu stehen. Seit der Jahrtausendwende beschleunigt sich der technologische Fortschritt zunehmend, die Digitalisierung eröffnet bisher unbekannte Möglichkeiten. Aber auch die Krisen häufen sich und eskalierende Konflikte enden in kriegerischen Auseinandersetzungen. Darin deutet sich ein zweiter Rhythmus an, in dem wir stehen: der 100-Jahre-Rythmus. Nach der Weihnachtstagung und der Gründung der Anthroposophischen Gesellschaft werden sich demnächst auch das Erstarken des Nationalsozialismus und die Machtergreifung zum 100. Mal jähren. Laut Steiner liegen diesem Rhythmus die 33⅓ Jahre des Christus-Jesus-Leben zugrunde. Nach drei Mal 33⅓, also nach 100 Jahren, entscheidet sich, ob ein Impuls wieder vergeht oder neu ergriffen noch über lange Zeit auf der Erde wirksam bleibt.

Welche Impulse wollen wir durch unser Denken, durch unsere Kraft stärken? Wie können wir uns auf das Osterfest 2033 vorbereiten, uns innerlich so einstimmen, dass dieses Ereignis nicht nur aus dem äußeren Datum heraus seine Bedeutung bekommt, sondern dass der Christus-Impuls auch in uns leben und durch uns wirksam werden kann?
Das kann keine Aufgabe für einen kleine Gruppe sein. Vielmehr braucht es dazu eine Gemeinschaft von Menschen, eine Vielfalt an Fähigkeiten, Fragen, Ideen, Sehnsüchten, Unsicherheiten, Hoffnungen… Und es braucht Mut und Neugier, um dem Anderen wirklich zu begegnen, sich auf das Abenteuer des Unbekannten einzulassen. Dann kann zwischen den Menschen etwas entstehen, das jeden einzelnen übersteigt, wie es das Bibelwort ausspricht: „Wo zwei oder drei in meinem Namen zusammen sind, da bin ich mitten unter ihnen.“2

Rückblickend auf die Weihnachtstagung in Stuttgart schrieb Christian Spitta: „Möglicherweise habe ich ein zartes Bild davon mitnehmen dürfen, was Menschengemeinschaft werden kann und werden darf – ja, was anthroposophische Gemeinschaft werden will.“ Darauf möchten wir in den kommenden neun Jahren unsere Aufmerksamkeit richten. Eine Gruppe auf sachlichem Felde soll das Gefäß für diese Arbeit sein.
Anders als in früheren Zeiten, in denen geistige Wesen die menschlichen Gemeinschaften formten, muss die Gemeinschaft heutzutage von den Menschen selbst gebildet werden, damit sich ein Engel mit ihr verbinden kann. Ein solches Miteinander ist uns noch keine Selbstverständlichkeit, wir müssen es üben. Und genau das soll das Thema, das sachliche Feld dieser Gruppe sein!

Die Begegnungsräume sind dabei so vielfältig wie die Menschen: praktische Tätigkeiten, künstlerisches Schaffen, Lesekreise, Diskussionsrunden… Jeder, der eine Initiative ergreifen möchte, kann diese in einen Online-Kalender eintragen.
Alle praktischen Details wie Ort, Datum, Art der Tätigkeit, wie viele Menschen der Ort aufnehmen kann, was mitgebracht werden soll, eventuelle Übernachtungsmöglichkeiten, Verpflegung und so weiter können so mit möglichst wenig Aufwand geklärt werden, sodass die Zeit für das Wesentliche bleibt.
Wer zu einer Initiative dazukommen möchte, kann sich dort ebenfalls eintragen. Und wer zur Umsetzung seiner Idee noch Hilfe benötigt, kann auf diesem Weg fragen, ob in der Gruppe nicht jemand ist, der dafür gerne seine Kräfte zur Verfügung stellt.

Für alle, die sich in der digitalen Welt weniger zuhausefühlen gibt es Briefpaten, die sie per Post über die Neuigkeiten informieren. So wird hoffentlich ein bunter Strauß an Initiativen zustande kommen und viele Impulse, die bisher in einzelnen von uns geschlummert haben, in der Welt verwirklicht werden.

Aber immer wird darüber die Frage stehen: „Wie begegnen wir uns? Was entsteht zwischen uns?“ So auf das Wesenhafte der Begegnung blickend, hoffen wir, dass uns dies eine wirkliche Ostervorbereitung sei.

Text von Nina Wedemeyer

  1. GA 286, Stuttgart, 7.3.1914 ↩︎
  2. Mt. 18,20 ↩︎

Die Gründungsfeier

Über Michaeli, vom 27. September bis zum 3. Oktober 2024, reisen wir für die Gründungsveranstaltung nach Vasatokka, Lappland. Vasatokka befindet sich im Polarkreis und damit in der Region und der Jahreszeit der Polarlichter. Untergebracht sind wir in Häusern am Ufer der großen Seenplatte von Inari. Mit Hilfe des Reisealtars der Nordischen Länder werden wir uns dort eine kleine Kirche aufbauen.
Auch Gemeinschaftsräume sind vorhanden und verpflegt werden wir gemeinsam mit original finnischer Küche. Betrieben wird die Anlage von einem jungen finnischen Anthroposophen. Alle Reisenden werden vorher zu einem Reisevorbereitungstreffen eingeladen.
Zusammen mit den finnischen anthroposophischen Freunden wird die feierliche Begründung dann am Sonntag, 29.9., dem Michaelitag selber, stattfinden.

Für mehr Informationen oder zur Anmeldung meldet Euch gerne bei: Astrid Wischnewski:

Kosten für die Reise

  • An- und Abreisekosten
  • Übernachtung im 2 Bett Zimmer 44 € pro Person pro Nacht
  • Übernachtung im Einzelzimmer 65 € pro Nacht
  • Vollpension 30 € pro Tag

Für unter 30 jährige:

  • An- und Abreisekosten
  • Übernachtung im Mehrbettzimmer inkl. Vollpension: 51,50 € pro Person pro Tag

Mitglied werden bei Aquadrat

  • Ihr seid noch kein Mitglied der Anthroposophischen Gesellschaft und meldet Eurer Interesse bei uns an, dann könnt Ihr Euch unverbindlich als Freund der Gruppe mit einem Beitrag (Richtsatz 15 € pro Monat, je nach individueller Situation) anschließen.
  • Ihr möchtet über unserer Gruppe auf sachlichem Felde ein Mitglied der Anthroposophischen Gesellschaft werden? Dann werdet Ihr von uns beim Goetheanum angemeldet, bekommt eine Mitgliedskarte und Euer Mitgliedsbeitrag kommt sowohl dem Goetheanum als auch den Aktivitäten der Gruppe zugute.
  • Ihr meldet euch von Eurem bisherigen Zweig auf unsere Gruppe auf sachlichem Felde um und bezahlt auch Euren Mitgliedsbeitrag bei uns. Wir führen dann einen Teil des Beitrages an das Goetheanum ab, der Rest steht der Finanzierung unserer Aktivitäten zur Verfügung.
  • Ihr seid Mitglied in einem Zweig an eurem Ort und bleibt es auch, meldet Euch aber als Interessent bei uns an und bekommt mit, was wir tun und beteiligt Euch nach Euren Möglichkeiten.

Bei allen Fragen hierzu und zur Anmeldung wendet Euch gerne an ein euch bekanntes Mitglied der Gruppe oder an: Alexandra Handwerk:

Der Aquadrat YouTube Kanal wird ab September vermehrt Videos veröffentlichen. Aktuell finden sich dort zwei Videos zu den Fragen: „Wie wollen wir hier arbeiten?“ und „Was sind die Inhalte der Arbeit?“:

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